Inkluso öffnet die Seiten Ihrer Website in einem echten Chromium-Browser, führt auf jeder die Engine axe-core aus und ordnet jeden WCAG-Befund seinem Erfolgskriterium, der Klausel der EN 301 549 und einem Paragrafen des nationalen Gesetzes zu, das Sie auswählen. Es ist eine automatische Erstprüfung: Sie deckt grob 30 bis 40 Prozent der WCAG-Erfolgskriterien ab, den Rest muss ein Mensch prüfen.
Diese Seite beschreibt die Schritte, die Werkzeuge, die Ergebnisse und die Grenzen der Methode. Die Angaben stammen aus dem Code unseres Scanners und aus den Berichtsvorlagen.
Aus welchen Schritten besteht ein Inkluso-Test?
Ein Test hat fünf Schritte: Crawl, Test, Zuordnung, Bericht und erneuter Scan. Jeder Schritt hat unten einen eigenen Abschnitt mit dem eingesetzten Werkzeug und dem Ergebnis.
- Crawl. Playwright und Chromium laden Seiten, die über robots.txt, Sitemaps und Links der Website gefunden werden. Ergebnis: die Liste der zu testenden Seiten.
- Test. axe-core 4.12.1 auf der gerenderten Seite. Ergebnis: Befunde mit den CSS-Selektoren der betroffenen Elemente.
- Zuordnung. Jeder Befund zu einem WCAG-Kriterium, einer Klausel der EN 301 549 und einem Paragrafen des nationalen Gesetzes. Ergebnis: die Fundstelle bei jedem Befund.
- Bericht. Ein PDF mit Zeitstempel, Engine-Version und SHA-256-Hash. Ergebnis: ein datierter Nachweis eines automatischen Scans.
- Erneuter Scan. Ein neuer Scan derselben Website nach Ihren Korrekturen. Ergebnis: ein Vergleich mit Ihrem ursprünglichen Audit.
Was macht ein Inkluso-Scan genau?
Ein Scan öffnet jede Seite in einem echten Chromium-Browser, der von Playwright gesteuert wird, und führt auf der gerenderten Seite axe-core 4.12.1 aus. 4.12.1 ist die im Scanner gebündelte Version am Prüfdatum dieser Seite, und jeder Bericht nennt die Version, die tatsächlich lief.
Die Regelsätze sind WCAG 2.1 A und AA, die WCAG-2.2-Regel zur Zielgröße, fünf WCAG-bezogene Regeln, die axe als experimentell kennzeichnet, und die Best-Practice-Prüfungen von axe. Best-Practice-Prüfungen haben kein WCAG-Erfolgskriterium und tragen deshalb keine Fundstelle im Gesetz.
Wo axe eine Kontrastprüfung nicht entscheiden kann, etwa bei Text über einem Bild oder Farbverlauf, misst der Scanner Stichproben der gerenderten Pixel. Ein Ergebnis gibt er nur außerhalb eines Bereichs von 5 Prozent um den Schwellenwert aus; innerhalb dieses Bereichs bleibt die Prüfung zur manuellen Kontrolle markiert.
Bei bezahlten Audits läuft zusätzlich ein Tab-Durchlauf auf bis zu drei Seiten, mit 60 Tab-Betätigungen und einem gemeinsamen Zeitbudget von 90 Sekunden. Er ist heuristisch: Er fließt nicht in die Note ein, und seine Befunde sind zur manuellen Bestätigung markiert.
Wie viele Seiten deckt ein Scan ab?
Der kostenlose Scan prüft nur die Startseite, höchstens fünfmal pro Stunde und IP-Adresse. Ein bezahltes Audit durchsucht bis zu 100 Seiten.
Der Scanner entnimmt Adressen aus robots.txt, Sitemaps und Links der Website, nur von derselben Domain und nur dort, wo robots.txt es erlaubt. Hat die Website mehr Seiten als das Audit-Budget, wählt er Seiten aus jeder Seitenvorlage (Startseite, Warenkorb, Kasse, Suche, Konto, Kontakt, Rechtstexte und weitere) statt der ersten URLs einer Sitemap. Die Auswahl ist deterministisch, ein erneuter Scan vergleicht also dieselben Seiten.
Eine Seite, die sich nicht bewerten lässt, etwa hinter einer Bot-Abfrage, in einer Single-Page-App, die nicht rechtzeitig lädt, oder mit Inhalt in einem Cross-Origin-iframe, wird mit einem Fehlerstatus aufgeführt. Konnte keine Seite eines Scans bewertet werden, lautet das Ergebnis N/A mit Begründung und nie eine saubere Note. Inkluso umgeht keinen Bot-Schutz; blockiert eine Firewall das Audit, muss der Scanner freigegeben werden.
Was wird automatisch geprüft, und was braucht einen Menschen?
Automatisierte Tests erfassen grob 30 bis 40 Prozent der WCAG-Erfolgskriterien, nicht 30 bis 40 Prozent der Mängel einer Website. Den Rest muss ein Mensch prüfen.
Der Bericht hält beides auseinander. Beim Farbkontrast nennt er, wie viele Prüfungen automatisch verifiziert wurden und wie viele zur manuellen Prüfung verbleiben. Elemente, die das Werkzeug zur manuellen Prüfung markiert hat (axe „incomplete“), zählen nicht in die Bewertung. Befunde des Tab-Durchlaufs sind zur manuellen Bestätigung markiert und beeinflussen die Note nicht.
Ein automatischer Scan kann nicht beurteilen, ob die Lesereihenfolge sinnvoll ist, ob Alternativtexte gut sind, ob eine Tastaturfalle besteht, ob Untertitel stimmen oder ob die Sprache verständlich ist. Diese Prüfungen brauchen einen Menschen.
Die Note 100 in einem Inkluso-Bericht bedeutet, dass automatisch nichts gefunden wurde. Sie bedeutet nicht, dass die Website barrierefrei ist.
Wie werden Befunde dem Gesetz zugeordnet?
Jeder Befund trägt sein WCAG-Erfolgskriterium, die passende Klausel der EN 301 549 und einen Paragrafen des nationalen Gesetzes, das den European Accessibility Act umsetzt. Das Gesetz folgt der für den Bericht gewählten Jurisdiktion, nicht der Sprache des Berichts.
- Deutschland: Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) und Verordnung zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSGV)
- Österreich: Barrierefreiheitsgesetz (BaFG), BGBl. I Nr. 76/2023
- Tschechien: zákon č. 424/2023 Sb., o požadavcích na přístupnost některých výrobků a služeb
- Polen: ustawa z dnia 26 kwietnia 2024 r. o zapewnianiu spełniania wymagań dostępności niektórych produktów i usług przez podmioty gospodarcze (Dz.U. 2024 poz. 731)
- Slowakei: zákon č. 351/2022 Z. z. o prístupnosti výrobkov a služieb pre osoby so zdravotným postihnutím
- Kein nationales Gesetz: die Richtlinie (EU) 2019/882 selbst, die Voreinstellung für englische Berichte
Ein deutschsprachiger Bericht, für den Österreich als Jurisdiktion gewählt ist, zitiert daher das BaFG, nicht das BFSG.
Die EN 301 549 ist die europäische Barrierefreiheitsnorm, die als technischer Maßstab dient; für keine ihrer Fassungen ist im Amtsblatt der Europäischen Union eine Fundstelle zum European Accessibility Act veröffentlicht, daher begründet die Norm keine Konformitätsvermutung.
Die Gesetze zählen keine WCAG-Kriterien auf. Sie legen Anforderungen allgemein fest, etwa dass Informationen und Websites wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust gestaltet werden (Richtlinie (EU) 2019/882, Anhang I). WCAG beruht auf denselben vier Prinzipien. Der nationale Paragraf im Bericht benennt deshalb die Anforderung, auf die sich ein Kriterium bezieht. Er ist keine Feststellung, dass Sie gegen das Gesetz verstoßen haben.
Beginnen Sie mit dem Gesetz jedes Landes, in dem Sie Verbrauchern Ihre Dienstleistung anbieten, nicht mit der Sprache Ihrer Website: Ein Shop, der an Verbraucher in Österreich verkauft, beginnt mit dem österreichischen BaFG, ein Shop mit Verbrauchern in Deutschland mit dem deutschen BFSG, und wer in beiden Ländern verkauft, prüft beide. Wo Ihr Unternehmen seinen Sitz hat, kann ebenfalls eine Rolle spielen; bei grenzüberschreitenden Fällen fragen Sie eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt, welche Gesetze für Sie verbindlich sind. Inkluso ermittelt nicht, welches Gesetz für Sie gilt.
Was enthält das PDF, und was bedeuten seine Vertrauensmerkmale?
Das PDF ist ein datierter Nachweis eines automatischen Scans: eine Note auf einer Skala bis 100, die Befunde mit ihrer rechtlichen Zuordnung, ein Korrekturblock je Regel und ein Entwurf der Barrierefreiheitserklärung. Zeitstempel, Engine-Version und SHA-256-Hash zeigen, wann und womit der Scan lief; sie zeigen nicht, dass eine Website WCAG, EN 301 549 oder ein Gesetz erfüllt.
- Deckblatt: die Note auf einer Skala bis 100, der rechtliche Rahmen, die Norm und der Testumfang.
- Zusammenfassung, Schweregradübersicht und die Liste der gescannten Seiten mit Status und Kontrastabdeckung.
- Befundliste: WCAG-Kriterium, Klausel der EN 301 549, Rechtsgrundlage und Anzahl der Vorkommen mit der jeweiligen Seite.
- Ein Block je Regel: was falsch ist, wen es betrifft, wie man es behebt, ein Hinweis gegen Überkorrektur, eine Aufwandsschätzung und die betroffenen Elemente mit Selektoren.
- Screenshots repräsentativer fehlerhafter Elemente.
- Ein Entwurf der Barrierefreiheitserklärung, den Sie vor der Veröffentlichung prüfen.
- Ein Schlussblock mit Haftungsausschluss und Scan-Protokoll.
Zum Bericht gehört ein JSON-Export für Entwickler. Der Beispielbericht zeigt den Aufbau an einem fiktiven Shop.
- Zeitstempel: wann der Bericht erstellt wurde.
- Engine-Version: die Engine und Version, die lief (axe-core 4.12.1 am Prüfdatum).
- SHA-256-Hash: berechnet über die Scan-Ergebnisse, also Adresse der Website, Note und Befunde, und auf dem PDF gedruckt. Er bindet den Bericht an die Daten, aus denen er entstand. Abgeglichen mit einem getrennt aufbewahrten Vergleichswert, macht er eine spätere Änderung der Ergebnisse erkennbar; für sich allein ist er weder Manipulationsschutz noch Signatur.
Keines der drei Merkmale belegt, dass eine Website die Anforderungen erfüllt. Sie halten fest, welches Ergebnis wann erfasst wurde.
Was leistet der erneute Scan zur Prüfung der Korrekturen?
Der erneute Scan zur Prüfung der Korrekturen führt einen neuen automatischen Scan derselben Website aus und vergleicht ihn mit Ihrem ursprünglichen Audit, sodass Sie sehen, welche Befunde verschwunden sind. Er ist ein Einmalkauf für 49 €.
Zur Bestellung geben Sie das Berichts-Token Ihres ursprünglichen bezahlten Audits und dieselbe Website-Adresse an; eine andere Website wird abgelehnt. Der Scan durchsucht die Website in derselben Tiefe wie das ursprüngliche Audit, sodass der Vergleich denselben Umfang hat, und behält die rechtliche Zuordnung des Originals bei, sofern Sie keine andere Jurisdiktion wählen.
Der Vergleich läuft je Regel und je Seite, gezählt in Vorkommen: behoben (verschwunden), verbleibend (weiter vorhanden), verschlechtert (mehr Vorkommen einer Regel auf einer Seite, die sie schon hatte) und neu (eine Regel auf einer Seite, auf der sie zuvor nicht gefunden wurde). Sie erhalten einen neuen Bericht und eine E-Mail, die diese Zahlen zusammenfasst. Lässt sich der ursprüngliche Scan nicht lesen, erhalten Sie stattdessen einen Standardbericht.
Ein behobener Befund heißt, dass die automatische Prüfung ihn nicht mehr meldet. Er bestätigt nicht, dass die Korrektur für Menschen funktioniert, und die Prüfungen, die einen Menschen brauchen, bleiben offen.
Was macht Inkluso nicht?
Inkluso testet nicht mit Menschen mit Behinderungen, führt kein manuelles Experten-Audit durch und gibt kein Rechtsurteil ab. Es ist eine automatische Prüfung mit rechtlicher Zuordnung; der Rest liegt bei Ihnen und Ihren Beraterinnen und Beratern.
- Es testet nicht mit Nutzerinnen und Nutzern mit Behinderungen.
- Es führt kein manuelles Experten-Audit durch. Eine vollständige Prüfung nach WCAG braucht eines.
- Es gibt kein Rechtsurteil ab und bestimmt nicht, welches Gesetz für Sie gilt.
- Es umgeht keinen Bot-Schutz.
- Die entworfene Barrierefreiheitserklärung ist ein Entwurf zur Prüfung, keine Eingabe bei einer Behörde.
Wie oft werden diese Seite und die rechtliche Zuordnung überprüft?
Jedes Rechtsinstrument in der Zuordnung wird mindestens alle 90 Tage erneut anhand seines Primärtexts geprüft, und früher, wenn wir erfahren, dass sich sein Text geändert hat.
- Prüfung nach Änderung: Eine gemeldete Änderung löst eine Prüfung aus. Eine Meldung ändert die Zuordnung nie von selbst.
- Prüfung beim Release: Ein automatischer Test schlägt fehl, wenn diese Seite eine andere axe-core-Version, Seitenobergrenze oder einen anderen Preis für den erneuten Scan nennt als der Scanner-Code.
Wie werden Korrekturen behandelt?
Wenn Sie auf dieser Seite oder in der rechtlichen Zuordnung einen Fehler finden, schreiben Sie an hello@inkluso.eu und nennen Sie Seite und Satz. Wir prüfen ihn am Primärtext. Ist die Seite falsch, korrigieren wir sie und tragen die Korrektur mit Datum in das folgende Protokoll ein.
Korrekturprotokoll
- : Abschnitte zu Prüfturnus, Abzeichnung und Korrekturen ergänzt.
- : Abschnitt zur Abzeichnung entfernt.
Kurze Antworten zur Methode
Fünf kurze Antworten. Sie fassen die Abschnitte oben zusammen.
Welches Werkzeug nutzt Inkluso zum Testen?
Inkluso rendert Seiten in Chromium über Playwright und führt axe-core 4.12.1 aus, die am Prüfdatum gebündelte Version. Jeder Bericht nennt die Version, die lief.
Wie viel von WCAG deckt ein automatischer Scan ab?
Automatisierte Tests erfassen grob 30 bis 40 Prozent der WCAG-Erfolgskriterien, nicht 30 bis 40 Prozent der Mängel einer Website. Den Rest muss ein Mensch prüfen.
Belegt der SHA-256-Hash im PDF, dass meine Website die Anforderungen erfüllt?
Nein. Der Hash wird über die Scan-Ergebnisse berechnet und auf dem PDF gedruckt. Er bindet den Bericht an die Daten, aus denen er entstand. Er zeigt nicht, dass eine Website WCAG, EN 301 549 oder ein Gesetz erfüllt.
Was kostet der erneute Scan zur Prüfung der Korrekturen, und was vergleicht er?
Er kostet einmalig 49 €. Er scannt dieselbe Website erneut in der Tiefe des ursprünglichen Audits und vergleicht die Vorkommen je Regel und Seite mit diesem Audit.
Welches Gesetz zitiert ein Bericht?
Das Gesetz der für den Bericht gewählten Jurisdiktion: das BFSG, das BaFG, zákon č. 424/2023 Sb., das Gesetz vom 26. April 2024 oder zákon č. 351/2022 Z. z. Ein Bericht ohne nationales Gesetz zitiert die Richtlinie (EU) 2019/882. Inkluso ermittelt nicht, welches Gesetz für Sie gilt.
Woher stammen diese Angaben?
Die Angaben zu Scanner und Bericht stammen aus dem Scanner-Code von Inkluso, dem gebündelten axe-core 4.12.1 und den Berichtsvorlagen, Stand 20.10.2026. Rechtliche Verweise führen auf Primärquellen.
- Richtlinie (EU) 2019/882 (European Accessibility Act), EUR-Lex: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX:32019L0882
- Europäische Kommission, Liste der im Amtsblatt zitierten Normen: kein Eintrag zur EN 301 549 unter der Richtlinie (EU) 2019/882: https://single-market-economy.ec.europa.eu/single-market/goods/european-standards/harmonised-standards_en
- BFSG, Deutschland: https://www.gesetze-im-internet.de/bfsg/
- BaFG, Österreich (RIS): https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20012316
- Zákon č. 424/2023 Sb., Tschechien: https://www.zakonyprolidi.cz/cs/2023-424
- Ustawa z 26 kwietnia 2024 r., Polen (Dz.U. 2024 poz. 731): https://dziennikustaw.gov.pl/D2024000073101.pdf
- Zákon č. 351/2022 Z. z., Slowakei (Slov-Lex): https://static.slov-lex.sk/pdf/SK/ZZ/2022/351/ZZ_2022_351_20260530.pdf
- Axe-core® is a trademark of Deque Systems, Inc. in the US and other countries. Inkluso is not affiliated with or endorsed by Deque Systems. Zugriff am 20.10.2026.
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